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Sonntag, 1. Februar 2015

Low Carb Pasta und Fischtaschen mit Linsen-Restl-Curry

Inspiriert durch einen netten Freund, der von Low Carb (also Ernährung mit ganz wenigen Kohlehydraten) schwärmte, habe ich mich heute wiedermal ein bisschen über die letzten Trends dieses Ernährungsprinzips informiert.

Wie schon vor einigen Jahren ist das Thema Nudeln noch immer die schwierigste Übung für kohlehydratarme Ernährung. Zwar kann man aus Zucchini oder weißen Rettich Spaghettti raspeln, doch das hat einfach wenig mit Pasta zu tun. Dann schon eher Ersatz durch besonderes Mehl und Nudeln selber machen. Kokosmehl oder Mandelmehl, womit sehr oft in der Low Carb-Küche gekocht wird, hatte ich keines bei der Hand. Doch damit wird es eh eher nix, laut einigen Foren. Also geht der Griff zum Kichererbsenmehl. Da sind zwar Kohlehydrate drin, die sind aber unverdaulich und lassen den Insulinspiegel in Ruhe.

Aber was kann man noch so alles Low Carb-mäßig zubereiten... Nudeln - Check. Aber was ist mit der Sauce? Und wie kann man noch bisschen an der Eiweißschraube drehen? Fisch als Füllung für Teigtaschen wollte ich schon länger mal versuchen... und der Chinkohlstunk, der im Salat einfach nicht zu brauchen war, ruht seit ein/zwei Tagen im Kühlschrank und wartet auf seinen Einsatz... OK, im Kopf war es schon fertig angerichtet... jetzt muss es nur mehr gekocht werden ;-)

Low Carb Pasta und Fischtaschen mit Linsen-Restl-Curry 
Kichererbsenmehlteig
200g Kichererbsenmehl
1 Ei
5-6 EL Wasser
Salz  
Schellfisch oder Lachs (TK-Ware ist völlig OK)
Parmesan
1 Dose Linsen
Chinakohl (Rest vom Salat, also die dicken Blätter)
1 Zwiebel
2EL Butter
2EL Kichererbsenmehl
Salz, Pfeffer, Kurkuma, Curry

Zunächst habe ich den Fisch im Ofen bei 80 Grad 2,5 Stunden getrocknet und vorab mit Salz und Pfeffer bestreut. Das ist nicht nur was zum Low Carb-Naschen zwischendurch, sondern damit lässt sich dann auch sehr nett eine Teigtasche mit Käse füllen.

Fisch - gut gesalzen und gepfeffert - einfach 2-3 Stunden im Ofen getrocknet.

Chinakohl und Zwiebeln in kleine Würfeln schneiden und in 2 EL Butter leicht anbraten. Dann 2 EL Kichererbsenmehl dazu. Dann von der Dose Linsen etwas Flüssigkeit abgießen und den Rest dazu geben. Durch das Mehl bekommt es eine schöne Konsistenz. Dann noch mit Salz, Pfeffer, Curry und Kurkuma abschmecken, fertig.

Restl verwerten ist doch was Wunderbares... z.B. beim Chinakohl...

Cremige Konsistenz dank Bindung mit Kichererbsenmehl fürs Currygemüse.

Dann geht es an den Teig. Mehl, Ei, etwas Salz und Wasser durchkneten bis der Teig schön fest ist. Sollte er zu klebrig sein, dann noch etwas Mehl dazu. Danach zugedeckt 30min im Kühlschrank rasten lassen. Dann auf etwas Mehl ausrollen und entweder Nudeln runter schneiden/schaben und/oder Teigtaschen mit Fisch und/oder Parmesan füllen.

Teigrolle aus Kichererbsenmehl... da gibt es noch ein paar Ideen, die ab hier umgesetzt werden können. 

Mit Fisch und Parmesangefüllt ist es geschmacklich super, aber vielleicht doch eher als Gyoza kochen und eben auch braten... wird beim nächsten Mal versucht. 

Als Spätzleersatz gut geeignet, aber für Spaghetti braucht man doch eine Nudelmaschine... oder sehr viel Übung ;-)

Dann ab mit den Taschen und Nudeln ins Wasser. Würde es aber beim nächsten Mal getrennt voneinander kochen. Nudeln sind natürlich schneller fertig, aber auch, wenn die Tascherl schon oben schwimmen, vertragen diese noch ein bisschen Zeit... besonders, wenn der Teig bissl dick ist ;-)


Linsen-Chinakohl-Curry mit Fisch-Teigtascherl und Nudeln aus Kichererbsenmehl. 

Unterm Strich bleibt es ein netter Versuch wiedermal etwas Low Carb in die Küche einziehen zu lassen. Sonja isst eindeutig lieber richtige Nudeln. Ich werde es aber noch ein paar Tage weiterhin mit ohne Kohlehydrate versuchen. Mal schauen, was da noch so kommt... LC-Brot, LC-Reis, LC-Pizza,... mal sehen.

GLG an Jürgen und Veronika - thx


Sonntag, 19. Januar 2014

Grüne Chinapfanne mit Kick

Was ist bei einer guten Chinapfanne wichtig? Frisches Gemüse, Sojasauce, ... noch was? ;-) Eine Chinesin hat mir das Geheimnis bei einem Kochkurs verraten. Also dürft ihr auf dieses Rezept richtig gespannt sein. Wie so oft kommt die Idee zum Gericht von einem Restl. Diesmal: Chinakohl. Viele machen einen leckeren vitaminreichen Salat aus Chinakohl, aber mit dem Ende - also mit den dicken Blättern kann man nichts anfangen. Stop!

Ich stell ihn immer mit der Schnittfläche nach unten auf einen kleinen Teller. Spätestens nach einem Tag "Stehzeit" inspiriert mich der Chinakohl dann zu einem schnell gebratenen Asia-Pfannengericht. Und es hat wieder geklappt. Diesmal viel Grün mit ein paar Schnitzern Orange.

Grüne Chinapfanne


















 
3-4 Stk Frühlingszwiebeln
2-3 Stk Zucchini
1Stk Brokkoli, ca. 200g
2 Stk Karotten
3 EL Ernussöl
1 TL Stärke
5 EL Sojasauce
1 EL Essig
1 TL Zucker
2 EL Schnaps
Chili, Salz, Pfeffer


Also, zuerst mal sollte alles in ähnlich große Stücke geschnitten werden. Dabei sollte die Entscheidung zwischen Streifen oder Würfeln/kleinen Stücken eigentlich nach der Beilage fallen. Also bei Nudeln in dünne Streifen und bei Reis in ca. daumendicke Stücke.

Ich lege dann immer die Zutaten mit ähnlicher Garzeit zusammen. Hier z.B. Brokkoli dauert am längsten, Chinkohl und Karaotten müssen fast gar nicht garen und bei den Frühlingszwiebeln brate kann man zwecks Bratgeschmack ein paar größere Stücke am Anfang rein und ganz dünne Streifen am Ende - wegen der frisch-scharfen Note. Also Idealfall. Zuerst größere Stücke Frühlingszwiebel mit Brokkoli in Ernussöll ganz heiß anrösten, dann mit etwas Wasser (1/16) abklöschen zum Durchziehen und Deckel drauf. 5min später wieder auf vollaufdrehen und den Rest (Chinakohl, Karaotten, Zucchini, Frühlingszwiebel) dazu und ordentlich anrösten. 1-2min später auf geringe Stufe runter stellen oder sogar zur Seite.


Und dann die Würze dazu. Dafür mischt ihr Sojasauce, Essig, Zucker und Stärke miteinander und löscht damit die Pfanne ab. Damit die Stärke bindet sollte die Pfanne noch heiß genug sein. ggf. die Sauce schon vorher vorbereiten.













Zum Abschluss noch - Prost - einen kleinen Schuß Schnaps. Hört sich etwas seltsam an, doch das ist der Trick vieler chinesischer Küchen. Laut einem Chinakochkurs wird in China fast immer mit gnaz wenig Schnaps gelöscht. Das gibt der Sache den letzten fruchtig-pikanten Kick. Welcher Schnaps dabei zum Einsatz kommt ist angeblich Nebensache. Also Prost-Mahlzeit - auf die chinesische Küche!

Am Schluss kann man noch abschmecken, ist aber meist nicht nötig, oder mit ein paar zerbröselten Ernüssen bestreuen. Wenn die dann noch kurz angeröstet werden ... WOW!!!